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Der Untertitel des Katalogs nimmt sein zentrales Ergebnis vorweg: Der einstige Codex war systematisch geordnet. Kapitel und Seitenfolgen richteten sich nach thematischen Gesichtspunkten und erbrachten das erste "Handbuch" zur antiken Mythenikonographie. Dokumentationsform und Aufbau genügen wissenschaftlichen Ansprüchen und übertreffen in jeder Hinsicht auch konzeptionsverwandte Codices der ersten Hälfte des 16. Jhs. mit Architekturzeichnungen. Die dem Coburgensis einst eigene Verbindung von literarischen, epigraphischen und ikonographischen Kenntnissen es auch noch heute selten. So steht dieses nie veröffentlichte Buch der modernen archäologischen Forschung näher als alle vorausgehenden altertumswissenschaftlichen Kompendien und Untersuchungen, weswegen es hier als erstes Archäologiebuch bezeichnet wird.