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Italiener A, Unbekannter: Architekt (?, vielleicht nur ein Antiquario) aus den letzten zwei Jahrzehnten des XV. Jahrh., welcher sich eine Sammlung von Grundrissen der bekanntesten römischen Baudenkmäler angelegthatte, von denen jedoch whol die wenigsten von ihm selbst aufgenommen sind, sondern gewiß zum großen Teil auf ältere Aufnahmen aus dem XV. Jahrh. zurückgehen, die er dann hie und da nachträglich an Ort und Stelle einer Überprüfung unterzogen zu haben scheint. Von seiner Hand stammt die einzige Zeichnung auf Pergament, der Grundriß des Amphitheatrum Castrense (n. 20). Sowohl seine knappen Bemerkungen, wlche für die damals übliche Bezeichnung der Denkmäler von Interesse sind, als auch die Aufnahmen der einzelnen in der Campagna di Roma zerstreuten Grabbauten werden seinen Blättern stets einen gewissen Wert sichern: n. 20, 40, 47, 54, 93–95, 97, 101, 107, 172, 164, 167–169, 176, 177, 183, 194–198, 204, 214, 216, 218, 219, 225, 256, 280, 281, 297–300, 301–305.

Italiener B, Unbekannter: Architekt, dem ersten Jahrzehnte des XVI. Jahrhunderts angehörig, dessen drei einzige Blätter, durch eine sorgfältige Ausführung auffallend, am unteren Rande einen schwarzen Sammelstempel und die Spuren einstiger Umrahmung tragen. Die Blätter leider so unglücklich beschnitten, daß vno dem Stempel nur mehr eine fünfzackige Krone sichtbar ist, während die darunter befindlichen Initialen (A und W?) sich nicht mehr mit Sicherheit feststellen lassen; n. 23, 118, 283.

Italiener C, Unbekannter: Architekt, Autor des Skizzenbuches C von 1513, der in der Abkürzung sämtlicher Profile durch Schrägen, sowie in der Schraffierung der ornamentalten Details an Andrea Palladio erinnert. Stets zeichnet C zuerst den Maßstab, ritzt dann mit Hülfe von Lineal und Zirkel die Zeichnung vor, die er schließlich mit freier Hand mit der Feder nachfährt. Die ursprüngliche Reihenfolge der Blätter wurde, soweit sie sich noch feststellen ließ, vom Verfasser genauestens beibehalten; die Frage, ob die Blätter des Skizzenbuches schon von Stosch aus ihrem Zusammenhange auseinandergerissen und zum Teil so stark beschnitten wurden, oder ob dies erst in Wien geschehen, läßt sich leider nicht mehr mit voller Gewißheit beantworten: n. 1–19.

Italiener D, Unbekannter: Architekt aus der ersten Hälfte des XVI. Jahrh., aus dessen Sammlung von Grundrissen der der Thermae Antoninianae ausgeschieden ist, während die übrigen anschließend an sein wertvollstes Blatt, eine Kopie nach einem Entwurfe des Giuliano da Sangallo für St. Peter, in dem zweiten Teile des Verzeichnisses ihre Behandlung finden werden: n. 170.