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In Bullant's “Reigle genéralle d'architecture” zeigen einige Abbildungen, obwohl nur im Holzschnitt eingefügt [FN 310: Bullant klagt über ihre geringe Qualität und hat später eine Anzahl von Blättern selbst in Kupfer gestochen, darunter zwei Kapitelle, mit seinem Namen und dem Datum 1566 versehen. (Abdrücke hiervon befinden sich in der Bibliothèque de l'Arsenal zu Paris.) Die Beschreibung derselben giebt er zum Theile selbst. (Siehe: Archives de l'art française, Bd. VI, S. 324).], eine sehr feine, zugleich feste und elastische Zeichnung und Profilirung, so z. B. das jonische Kapitell “selon la doctrine de Vitruve”. In gleicher Weise hat die Zeichnung der drei korinthischen Säulen beim Palatin zu Rom besonders schöne Voluten und Stengel, ferner schön geschwungene Consolen und Ornamente am Architrav. Bullant war hiernach ein Zeichner, befähigt, in die Linien des Ornaments eine eigenartige Schönheit zu legen. In den Profilirungen am kleinen Schloss zu Chantilly ist Bullant mit keinem seiner Zeitgenossen zu verwechseln. Sie zeigen den ganz eigenartigen Reiz einer kräftigeren und festeren Art und Weise, [...]