Curriculum Vitae

Werner Oechslin / Curriculum vitae 

Werner Oechslin wurde am 3. Oktober 1944 in Einsiedeln geboren. Er studierte Kunstgeschichte, Archäologie, Philosophie und Mathematik in Zürich und Rom. Von 1971 bis 1974 war er Assistent an der Universität Zürich. Danach unterrichtete er 1975 und 1978 am MIT in Cambridge, 1979 am RISD in Providence. Nach kurzer Lehrtätigkeit an der FU Berlin 1979/1980, wo er sich 1980 habilitierte, folgte er einer Berufung nach Bonn (1980-1985). 1985 unterrichtete er an der Ecole d'Architecture in Genf. Von 1985 bis 2010 war Werner Oechslin ordentlicher Professor für Kunst- und Architekturgeschichte an der ETH Zürich. 1987 war er Gastprofessor an der Harvard University. Von 1987 bis 2006 war er Vorsteher des Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur (gta). Von 1996 bis 2002 leitete er die Auswahlkommission des Study Center am CCA Montréal und war auch Mitglied des Board of Trustees. Er ist Mitglied des consiglio scientifico des Centro Internazionale di Studi di Architettura Andrea Palladio in Vicenza. In der Gründungsphase war er Mitglied des consiglio scientifico der Scuola di Architettura in Mendrisio.

Werner Oechslin hat mehr als 600 Beiträge zur Architektur- und Kunstgeschichte vom 15.-20. Jahrhundert publiziert. Den Schwerpunkt bilden die Studien zur Architekturtheorie, zur Architektur der Moderne, zum 18. Jahrhundert sowie Untersuchungen zu besonderen Problemen der Architekturzeichnung, Architekturtypologie und der ephemeren Architektur (Festarchitektur). Als letzte grössere Arbeiten erschienen die Darstellung "Stilhülse und Kern: Otto Wagner, Adolf Loos und der evolutionäre Weg zur modernen Architektur" (Zürich/Bern 1994, auf Englisch: Cambridge 2002), die Aufsatzsammlung "Moderne entwerfen. Architektur und Kulturgeschichte" (Köln 1999), die neue Ausgabe der „Kunstdenkmäler des Kantons Schwyz, Einsiedeln – Bd. I / II" (Bern 2003, gemeinsam mit Anja Buschow Oechslin) sowie „Palladianesimo. Teoria e Prassi“ (Venedig 2006/ deutsch Zürich 2008) und den Kommentarband zu Oliver Byrne’s „The first six books of the Elements of Euclid (Köln 2010).

Werner Oechslin wirkte an zahlreichen Ausstellungen mit, so "Triumph of Baroque" (Turin/Washington 1999), "Palladio" (Vicenza 1999), "Griechische Klassik. Idee oder Wirklichkeit" (Berlin/Bonn 2002), "Gottfried Semper (München/Zürich 2003), "Vincenzo Scamozzi (Vicenza 2003) sowie zuletzt "Barock-Baumeister und moderne Bauschule aus Vorarlberg" (Bregenz 2006). Von 1981 bis 1998 war er Mitherausgeber der Zeitschrift "Daidalos". 

Werner Oechslin ist Gründer und Stifter der "Stiftung Bibliothek Werner Oechslin" in Einsiedeln (Schweiz), welche schon seit dem Jahr 2000 jährlich die "Internationalen Barocksommerkurse" und seit Eröffnung der Bibliothek im Juni 2006 weitere Tagungen und Kongresse durchführt. Die Stiftung gibt die Zeitschrift "Scholion" heraus. Publiziert wurden zudem die Akten verschiedener Kolloquien - „John Ruskin. Werk und Wirkung“ (Zürich/Berlin 2002), Wissensformen (Zürich 2005), Architekt versus Baumeister (Zürich 2009). Weitere Publikationen sind in Vorbereitung. 2007 erhielt er den Innerschweizer Kulturpreis. 2011 wurde ihm die Ehrendoktorwürde durch die Universität Antwerpen, die Università della Svizzera Italiana und die Technische Universität München und 2012 die Carl-Friedrich-Gauss-Medaille durch die Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft verliehen.