2014: Städtebau in der Schweiz?

Eine Kooperation des Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur - gta - der ETH Zürich und der Stiftung Bibliothek Werner Oechslin, Einsiedeln, 15. November 2014

8. Architekturgespräch in Einsiedeln, 15. November 2014

 

Architekturgespraech2014


Mit kaum einer anderen Fragestellung haben sich Architekten und Städtebauer in der Schweiz im Laufe des letzten Jahrhunderts kontroverser auseinandergesetzt als mit der Frage nach der spezifisch schweizerischen Definition von Städtebau: Kann man die Schweiz als eine einzige zusammenhängende Stadt verstehen (A. Meili)? Oder zeichnet sie sich im Gegenteil durch eine „Kultur der Verweigerung“ jeglicher städtischer Eigenschaften aus (Studio Basel)? Muss sie als Netzwerk gedeutet werden mit einzelnen Infrastrukturknoten (F. Haller) oder als Netzstadt im metabolischen Sinn (Oswald/ Baccini) oder zeichnet sie sich im Gegenteil durch einzelne Metropolitanregionen aus, die sich wirtschaftlich oder ökonomisch als Einheit deuten lassen (Avenir Suisse)?

Was diese unterschiedlichen Ansätze kennzeichnet ist der Versuch, die tiefgreifende Transformation unserer Umwelt seit der industriellen Revolution weniger von einer formalen Perspektive zu verstehen sondern als Resultat einer Reihe von neuen Wissen zu verstehen, welche die gebaute Umwelt verändert haben und eine umfassende Reorganisation und Neuverteilung der Aufgaben- und Verantwortungsbereiche in Architektur und Städtebau mit sich gezogen haben. Doch das ist nur die eine Seite, besteht doch die Aufgabe des Städtebauers nicht nur darin, die rein praktischen Voraussetzungen seiner Eingriffe zu erkennen, sondern darüber hinaus das geeignete Vokabular zu finden, um diesen Eingriffen, vom kleinsten Massstab, wie dem Haus, bis zum grössten, wie einer Landschaft einen Sinn und somit eine Form zu geben.

Diesen Fragestellungen möchte sich das 8. Architekturgespräch in Einsiedeln widmen und ausgehend von konkreten Stadtplanungen, Wettbewerbsbeiträgen, Studien oder Projekten von Architekten und Städtebauern den heutigen Stand des Städtebaus in der Schweiz erörtern. Anhand dieser Beispiele soll das jeweils implizite Verständnis von Urbanität zur Diskussion gestellt werden. Darüber hinaus gilt es aber auch die Rolle auszuloten, die Architekten und Städtebauer heute wie in Zukunft in der Gestaltung der bebauten Umwelt ausfüllen können.

Programm zum Download als PDF / als JPG.

Programm


10:00 Begrüssung

10:30–12:00 BILD

Moderation: Fritz Neumeyer, Berlin
François Charbonnet Made In, Genf
Daniel Niggli, EM2N / Gruppe Krokodil, Zürich
Ingemar Vollenweider, TU Kaiserslautern / jessenvollenweider, Basel

Marco Zünd, Buol & Zünd, Basel

14:00–15:30 ARCHITEKTUR

Moderation: Laurent Stalder, ETH Zürich
Frank Argast, Amt für Städtebau, Zürich
Hans Kollhoff, Hans Kollhoff Architekten, Berlin
Vittorio Magnago Lampugnani, ETH Zürich / Studio di Architettura, Mailand

16:00–18:00 TERRITORIUM

Moderation: Peter Swinnen, Vlaams Bouwmeester, Brüssel
Michel Desvigne, MDP, Paris
Roger Diener, ETH Zürich / Diener & Diener Architekten, Basel
Christophe Girot, ETH Zürich
Harry Gugger, EPF Lausanne / Harry Gugger Studio, Basel
Inessa Hansch, Paris
Marcel Meili, ETH Zürich / Marcel Meili, Markus Peter Architekten, Zürich

18:00 Schlussbemerkungen


Mit kaum einer anderen Fragestellung haben sich Architekten und Städtebauer in der Schweiz im Laufe des letzten Jahrhunderts kontroverser auseinandergesetzt als mit der Frage nach der spezifisch schweizerischen Definition von Städtebau. Das 8. Architekturgespräch in Einsiedeln möchte ausgehend von konkreten Stadtplanungen, Wettbewerbsbeiträgen, Studien oder Projekten von Architekten und Städtebauern den heutigen Stand des Städtebaus in der Schweiz erörtern. Anhand dieser Beispiele soll das jeweils implizite Verständnis von Urbanität zur Diskussion gestellt werden. Darüber hinaus gilt es aber auch die Rolle auszuloten, die Architekten und Städtebauer heute wie in Zukunft in der Gestaltung der bebauten Umwelt ausfüllen können.

Anmeldung zum Architekturgespräch bis 22. Oktober 2014 per mail an:  


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ETH Zürich
Prof. Dr. Laurent Stalder
Departement Architektur
Institut für Geschichte und Theorie der Architektur
HIL. F. 64.1
Wolfgang Pauli-Strasse 15
CH-8093 Zürich