Programm

5. Internationaler Barocksommerkurs

Barock und Religion 

Sonntag, 11. Juli 2004 bis Donnerstag, 15. Juli 2004

 

Sonntag, 11. Juli 2004

Vormittag

Religion kulturgeschichtlich und “in den Grenzen der Vernunft” 

  • Werner Oechslin (ETH Zürich, Institut für Geschichte und Theorie der Architektur): Einführung 
  • Cornelia Isler Kerényi: Eros: die unsichtbare Übermacht auf griechischen Grabvasen 
  • Michael Hampe (ETH Zürich, Professur für Philosophie): Das Verhältnis Philosophie / Religion aus barocker Sicht 
  • Hannes Böhringer: (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Institut für Kunstwissenschaft): Das Verhältnis von Philosophie und Theologie am Vergleich von Gracián und Pascal 
  • Uwe Justus Wenzel (Neue Zürcher Zeitung, Feuilleton Geisteswissenschaften): Glauben an den Grenzen der Vernunft 
 

Nachmittag

Religion / Barock – Zielsetzungen der Kunst 

  • Werner Oechslin : Heilsgeschichte / Prädestination und Kunst in der “historischen Construction des Christenthums“
  • Olivier Bonfait (Académie de France à Rome): Voir Dieu au XVIIème siècle: France – Italie 
  • Guido Hinterkeuser (Berlin): Der christliche Künstler? Religion und Religiosität im Leben und Werk von Andreas Schlüter 
  • Slawomir Puk: (Universität Passau, Institut für Neuere und Neueste Geschichte Osteuropas und seiner Kulturen): Das Breslauer Domkapitel und seine kulturelle Tätigkeit im 18. Jahrhundert 
  • Hermann Hipp (Universität Hamburg, Kunstgeschichtliches Seminar): Chiliastisches im oberschwäbischen Barock 
  • Dalibor Vesely (Cambridge University, Departement of Architecture): The devine nature of movement in the baroque epoch 
 

Montag, 12. Juli 2004

Vormittag

Religion / Kunst: Tridentinum - Einfluss und Grenzen 

  • Michael Groblewski (Technische Universität Darmstadt): Das Tridentinum aus mailändischer Sicht, am Beispiel des Baptisteriums des Mailänder Doms 
  • Christian Hecht (Universität Erlangen-Nürnberg, Institut für Kunstgeschichte): Die überschätzte Gegenreformation 
  • Kaspar Zollikofer (Rom / Zürich): Ein religiöses “event“ von 1580: Die Translation der Reliquien Gregors von Nazianz nach St. Peter in Rom 
  • Manuel Swatek (Universität Wien, Institut für Österreichische Geschichtsforschung): Zwischen Anbetung und Anspruch. Der innerösterreichische Hofkünstler Pietro de Pomis und seine Allegorie der Gegenreformation 
  • Claudia Gerken (Rom): Heiligenbilder im nachtridentinischen Rom um 1600 zwischen Märtyrerverehrung und Kanonisationspraxis
 

Nachmittag

Religion: künstlerische Bedeutungsformen 

  • Magdalena Bushart (Technische Universität Berlin, Institut für Geschichte und Kunstgeschichte): Sichtbares und Unsichtbares. Überlegungen zum Andachtsbild im frühen 16. Jahrhundert 
  • Lukas Wolfinger (Universität Wien, Institut für Österreichische Geschichtsforschung): Der Heilige als reale Person. Zu mittelalterlichen Vorstellungen vom Wesen und der Soziologie der civitas sancta 
  • Siglinde Csuk (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Institut für Geschichte des Mittelalters): Gedächtnisübung zum ewigen Seelenheil? Wiener Epitaphien im Spannungsfeld neuzeitlicher Memoria 
  • Reinhard Gruhl (Universität Tübingen, Graduiertenkolleg): Die christlich-kabbalistische Lehrtafel der Antonia von Württemberg von 1660 
  • Michael Weichenhan (Humboldt-Universität Berlin, Theologische Fakultät): Giovanni Battista Ricciolis Almagestum novum und die Ascensio mentis in Deum Roberto Bellarminos 
  • Axel Christoph Gampp (Basel): Der Spiegel. Ein zentrales Bindeglied im Verhältnis von Barock und Religion 
 

Dienstag, 13. Juli 2004

Vormittag

Religion / Barock: Formen des Kultes 

  • Robert Stalla (Technische Universität Wien, Institut für Kunstgeschichte, Denkmalpflege und Industriearchäologie): Michaelsikonographie / Der Auftraggeber im Hochaltar 
  • Mojmír Horyna (Karlová Univerzita Prag, Institut für Kunstgeschichte): Hochbarockaltar: Form / Inhalt / Vermittlung 
  • Herbert Karner (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Kommission für Kunstgeschichte): Der Hochaltar der Wiener Universitätskirche un die Polyvalenz seiner Funktion 
  • Susan Klaiber (Winterthur): Marian Cults and Buildings as relics. The Cult of Altötting, the Theatines in Prague and Guarini’s Design for Oropa 
  • Gabriele Wimböck (Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für Kunstgeschichte): Auf Erden herabholen, in den Himmel hinaufheben?: Zur Ausstattung der Cappella di S. Domenico in Bologna 
  • Karen Buttler (Hamburg): Das Kapellenprogramm von S. Maria in Vallicella. Überlegungen zum oratorianischen Bildverständnis 
 

Nachmittag

Formen des Kultes: das römisch-berninische Modell 

  • Elisabeth Sladek (Stiftung Bibliothek Werner Oechslin, Einsiedeln): Die Cathedra Petri in St. Peter 
  • Claudia Lehmann (Universität Marburg, Institut für Kunstgeschichte): Berninis imagines agentes 
  • Philippe Malgouyres (Musée du Louvre, Paris): Le “bel composto” du Bernin: fonctionnement et diffusion 
  • Fallstudie Einsiedeln: Besichtigung von Kirche und Kloster 
 

Mittwoch, 14. Juli 2004

Exkursion: Orte der Religiosität in der Innerschweiz 

 

Donnerstag, 15. Juli 2004

Vormittag

Religion – raumgreifend 

  • Francisca Loetz (Universität Zürich, Historisches Seminar): Volksfrömmigkeit / Begleiterscheinungen 
  • David Zimmer (Universität Freiburg i.Ü., Institut für Geschichte): Máriapócs in Ostungarn, Maria-Pötsch im obwaldnerischen Siebeneich: “Original“ und Kopie einer Wallfahrt 
  • Anna Mader (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Kommission für Kunstgeschichte): Die Darstellung des Fegefeuers in der “ersten heiligen Angst Kapelln” auf der steirischen Festenburg 
  • Katja Richter (Berlin): “esaltare in luogo pubblico & spatioso la santissima Croce”. Die Sakralisierung des öffentlichen Raums im konfessionellen Zeitalter 
  • Andrea Maglio (Università degli Studi di Napoli Federico II, Dipartimento di Storia dell’architettura e Restauro): Le guglie barocche di Napoli: devozione e mito, allegoria e invenzione 
  • Verena Villiger (Fribourg, Musée d’art e d’histoire): Ein Leuchtturm für den Glauben – Hans-Franz Reyffs Loretokapelle in Freiburg/Schweiz (1647/1648) 
  • Johanna Strübin (Bern): Daniel Heintz Vater († 1596) und Sohn (1574 – 1633) und die Münstervollendungen in Bern (1571 – 1574) und Freiburg (1630 – 1631) 
 

Nachmittag

  • Bernd Euler-Rolle (Bundesdenkmalamt, Landeskonservatorat für Oberösterreich): Erlösung durch “Denkmalkultus” - der religiöse Stimmungswert in der Denkmalpflege um 1900 
  • Evonne Levy (University of Toronto, Department of Fine Art): Jacob Burckhardt: The “Jesuit Style”, Counter-Reformation and Baroque 
  • Werner Telesko (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Kommission für Kunstgeschichte): Strategien der Intimität – Transformationen und Inversionen barocker Marienfrömmigkeit in der Kunst des 19. Jahrhunderts 
  • Harald Tesan (Universität Erlangen-Nürnberg, Institut für Kunstgeschichte): Wider die Grenzen der Avantgardekultur. Salvador Dalís lebenslange Contrareforma
  • Zusammenfassung, Schlussdiskussion und Verabschiedung